Hinweise zur Vorbereitung auf kurzfristige Versorgungsstörungen
Informationsdokument – Stand: 10.01.2026
Vorbemerkung
Dieses Dokument dient der sachlichen Information der Bevölkerung über grundlegende Maßnahmen zur Vorbereitung auf kurzfristige Versorgungsstörungen.
Es verfolgt keine kommerziellen Ziele und stellt keine Aufforderung zur Vorratshaltung über das empfohlene Maß hinaus dar.
Ziel ist es, die Eigenvorsorge für einen begrenzten Zeitraum zu stärken und die Bevölkerung in die Lage zu versetzen, kurze Ausfälle ruhig und geordnet zu überbrücken.
Die Inhalte orientieren sich an bewährten Empfehlungen aus Technik, Einsatzorganisationen und Zivilschutz.
⚠️ Sicherheitshinweis (vorrangig zu beachten)
Betrieb von Gasgeräten und offenen Feuerstellen
Der Betrieb von Gasheizgeräten, Gasgrills, Petroleumöfen oder offenen Feuerstellen in geschlossenen Räumen ist unzulässig und lebensgefährlich.
Begründung:
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Bei unvollständiger Verbrennung kann Kohlenmonoxid (CO) entstehen
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CO ist farb- und geruchlos
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Bereits geringe Konzentrationen können zu schweren Vergiftungen oder Tod führen
Derartige Unfälle treten regelmäßig im Zusammenhang mit Stromausfällen auf.
Unzulässig
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Betrieb von Gasheizgeräten in Wohnräumen, Kellern oder Garagen
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Nutzung von Gasgrills oder offenen Flammen in Innenräumen
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Heizgeräte ohne zugelassene Abgasführung
Zulässig
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Betrieb entsprechender Geräte ausschließlich im Freien oder in dafür zugelassenen, ausreichend belüfteten Bereichen
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Nutzung fest installierter Heizsysteme mit ordnungsgemäßer Abgasführung
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Einsatz von CO-Warnmeldern als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme
Anlass und Einordnung
Infolge technischer Störungen, Unwetterlagen oder infrastruktureller Ereignisse kann es auch in Deutschland zu zeitlich begrenzten Ausfällen einzelner Versorgungsbereiche kommen (z. B. Strom, Telekommunikation).
Ein bekanntes Beispiel stellt der Stromausfall im Berliner Bezirk Köpenick dar.
Solche Ereignisse sind selten und werden in der Regel innerhalb kurzer Zeit behoben.
Gleichwohl kann eine begrenzte Eigenvorsorge dazu beitragen, Belastungen zu reduzieren und Einsatzkräfte zu entlasten.
Verhalten bei Versorgungsstörungen
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Ruhe bewahren
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Informationen über UKW-Rundfunk einholen
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Offizielle Bekanntmachungen beachten
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Energie- und Wasserverbrauch reduzieren
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Gerüchte vermeiden
Anlaufstellen bei Unsicherheit oder Hilfebedarf
Bei Unklarheiten oder Unterstützungsbedarf stehen folgende Stellen zur Verfügung:
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Feuerwehr
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Polizei
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kommunale Notfall- und Anlaufstellen
Diese Einrichtungen sind auf entsprechende Lagen vorbereitet und geben verlässliche Auskünfte.
Empfohlene Grundausstattung zur Eigenvorsorge
Die empfohlene Grundausstattung dient der Überbrückung eines Zeitraums von 2 bis 3 Tagen.
Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine langfristige Vorratshaltung.
Trinkwasser
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Richtwert: ca. 2 Liter pro Person und Tag
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Lagerung in handelsüblichen Flaschen oder sauberen Behältern
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Bei Vorwarnzeit kann Leitungswasser abgefüllt werden
Lebensmittel
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Haltbare, einfach zuzubereitende Lebensmittel
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Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Konserven, Getreideprodukte)
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Keine speziellen Notfallprodukte erforderlich
Beleuchtung
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Taschenlampe oder Stirnlampe
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Ersatzbatterien
Information
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Batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio
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Alternativ: Autoradio
Kommunikation
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Mobiltelefon
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Powerbank oder Ersatzakku
Gesundheit und Hygiene
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Persönliche Medikamente
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Verbandmaterial
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Grundlegende Hygieneartikel
Die Ausstattung kann schrittweise ergänzt werden.
Ein einmaliger größerer finanzieller Aufwand ist nicht erforderlich.
Hinweise zur Wassernutzung
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Trinkwasser ist sauber und geeignet zu lagern
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Regen- oder Oberflächenwasser ist nicht ohne Aufbereitung als Trinkwasser geeignet
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Bewährte Maßnahmen:
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mechanisches Vorfiltern
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Abkochen
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saubere Lagerung
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Zielsetzung dieses Dokuments
Dieses Dokument soll:
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sachlich informieren
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zur Eigenvorsorge im angemessenen Umfang befähigen
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unbegründete Verunsicherung vermeiden
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staatliche und kommunale Strukturen unterstützen
Rechtlicher Hinweis
Dieses Dokument ersetzt keine behördlichen Anordnungen.
Im Ereignisfall sind die Anweisungen der zuständigen Behörden, der Feuerwehr und der Polizei maßgeblich.
Nutzung und Weitergabe
Dieses Dokument darf frei verwendet, vervielfältigt und weitergegeben werden.
Änderungen sind zulässig, sofern sicherheitsrelevante Inhalte nicht verfälscht werden.
Abschließender Hinweis
Sachliche Information und angemessene Eigenvorsorge tragen dazu bei, Ausnahmesituationen geordnet zu bewältigen.